MC Fessler Mühle in den Rocky Mountains

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Geisterfahrer auf dem Highway, Bisons blockierten den Weg, starker Wind brachten fast die Harleys zu Fall und eisige Kälte auf dem 4400 Meter hohen Mount Evans.

Sie waren wieder unterwegs, die Motorradfreunde des MC Fessler Mühle aus Sersheim. Alle zwei Jahre geht es unter Leitung des Mitglieds Eberhard Herrmann von Wheelies aus Schwäbisch Hall, Spezialist für USA-Abenteuerreisen über den großen Teich nach Amerika. Nach der Historic Route 66, Florida und Coast to Coast ging es nun durch sechs Bundesstaaten in die Rocky Mountains. Die aus dem gesamten Landkreis Ludwigsburg und Hamburg kommenden Mitglieder waren auf Harley Davidson Motorrädern 14 Tage lang knapp 4000 Kilometer unterwegs.

Los ging es in Denver im Bundesstaat Nebraska, nachdem bei Eagle Rider die Heritages, Street Glide und Elektra Glide von Eagle Rider übernommen wurden. Dann auf dem Highway der erste Schock, gerade als die Gruppe beim Überholen war, kam ein Auto entgegen und so mancher konnte gerade noch einscheren, bevor es in die einsamen Weiten des Pawnee National Grassland nach Scottsbluff ging. Am nächsten Tag weiter durch das Buffalo Cap Grassland mit seinen großen Bisonherden zum 330 km entfernten Keystone. Am nächsten Tag weiter in South Dakota in die Black Hills zu den weltbekannten Präsidentenköpfen und dem Monument des Sioux-Häuptlings Crazy Horse. Es ging weiter über die Mountain Road mit ihren endlosen Kurven zum Harley Paradies Sturgis und dem Westernstädtchen Deadwood mit seinen urigen Saloons und der besonderen Wildwest Küche. Am nächsten Tag gings über Wyoming 430 Kilometer mit kurventechnischem Fahrerkönnen zum Devils Tower, einem indianischen Heiligtum, und weiter durch eines der größten nordamerikanischen Kohleabbaugebiete nach Sheridan zur nächsten Übernachtung.

Von hier aus ging es auf kurvenreichen Sträßchen auf über 3000 Meter Höhe durch die Big Horn Mountains nach Cody. In Cody liegt der Mittelpunkt der US-Rodeowelt, natürlich wurde eine Rodeoveranstaltung am Abend besucht. Über hochalpine Straßen ging es am nächsten Tag nach Montana nach West Yellowstone mit seinen mächtigen Hirschen und Bären. Hier wurde ein Tag lang bei einer Yellowstone Rundfahrt der Nationalpark genossen bevor es weiter ging nach Montpellier in Idaho. Von hier aus weiter nach Colorado nach Steamboat Springs mit Besuch des Dinosaurier Nationalparks. Immer wieder kam die Motorradgruppe auf der ganzen Reise zum Stocken, mal blockierten Pferde die Straße, dann ganze Bison Herden oder trieben Cowboys auf Pferden eine Kuhherde über die Straße. Am nächsten Tag stand der Rocky Mountains Nationalpark mit seiner Hochgebirgswelt auf dem Programm. Unter anderem ging es über den Miller Pass und der 3700 Meter hohe Trail Ridge Road weiter nach Estes Park.

Jetzt stand die landschaftlich wiederum schöne Abschlussetappe auf den 4400 Meter hohen Mount Evans, höchster befahrbarer Pass in Nordamerika, auf dem Programm. Meter um Meter wurde es kälter und so manchem Teilnehmer froren fast die Hände an den Lenker des Motorrads, nur gut dass die Harley eine große Wärme abstrahlt. Oben angekommen fing es an leicht zu schneien, Ebbse, wie die Gruppe ihren Gide nannte, wurde unruhig, war er doch schon einmal auf den Bergen bei so einer Tour eingeschneit und so ging es dann auch zügig wieder talabwärts. In Denver angekommen wurden die Harley Davidson Maschinen wieder abgegeben, bevor es dann am nächsten Tag über Reykjavik nach Hause ging. 2020 steht dann die nächste große Amerika-Abenteuerreise wieder auf dem Programm.